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Project:midnight

Storie von: arne, am 22.02.2018 ]

Dass es sich im Fall von „The First Encounter“ um das Debüt von PROJECT:MIDNIGHT handelt, lässt bereits der Titel erkennen. Die niedersächsische Band zeigt sich einer Mixtur aus Punk- und Alternative-Rock verschrieben, die behutsam um heftige Momente erweitert wird. In den Stücken der Osnabrücker geht es vordergründig melodisch und zugänglich zu, wobei die Hooklines und Spannungsbögen natürlich und griffig ausfallen.

 
„Das erste Album ist auf jeden Fall nicht mal so eben aus dem Ärmel geschüttelt,“ bestätigt Gitarrist und Sänger Mirco Kleinfeld die Vermutung. „Wir sind sehr frei und offen an die Entstehung gegangen. Vom Songwriting bis zur fertigen Produktion war es ein weiter Schritt. „The First Encounter“ enthält viel Schweiß, Zeit und Nerven. Was die weitere Zukunft bringt, wissen wir zwar noch nicht, aber wir werden weiterhin an uns arbeiten, um unseren Träumen einen Schritt näher zu kommen. Doch eins ist sicher: wir sind mit unserem Debüt sehr zufrieden.“ Das kann die Gruppe, die Vorbildern wie Rise Against, Billy Talent, Paramore und Green Day nacheifert, angesichts des runden Einstands auch sein. Zwar sind die Einflüsse offenbar, doch Leidenschaft und Spaß sind es ebenfalls: „Die gemeinsame Liebe zur Musik treibt uns an. Daran hat sich bis heute nichts geändert, sieht man davon ab, dass wir über die Jahre viele verschiedene neue Einflüsse aufnehmen durften und uns musikalisch weiterentwickelt haben. Unabhängig vom Erfolg oder Nichterfolg unserer Musik hoffen wir darauf, dass wir unabhängig davon noch lange zusammen unsere Musik in die Welt tragen können.“

Die Inspirationsquellen sind dabei nicht nur auf die Gruppen beschränkt, die PROJECT:MIDNIGHT bereitwillig bestätigen: „Die genannten Bands sind nur ein Bruchteil unserer Einflüsse,“ so Mirco. „Viele Künstler haben einen Teil dazu beigetragen, unser eigenes Bild der Musik zu prägen, wie man es auf unserem Album hören kann. Die gemeinsame Komponente dieser Bands ist eindeutig. Jeder macht das, was er für richtig hält und zieht sein Ding durch. Genau diese Einstellung vertreten wir auch.“ Die stilistische Breite bringt jedoch mit sich, dass der bandinterne Findungsprozess nicht gerade einfach verlaufen ist: „Das Ganze war zu Anfang nicht wirklich strukturiert,“ gibt der Frontmann zu. „Wir haben viel herum probiert und experimentiert, bis wir die Basis für unsere Songs gefunden hatten, auf der wir aufbauen konnten. Mittlerweile steht immer zuerst eine Idee im Raum, an der wir konzentriert arbeiten, bevor die nächste aufgegriffen wird.“ Hierbei ist die Experimentierfreude der Osnabrücker Musiker von Vorteil, aber auch ihr Ansatz, von etablierten Größen zu lernen:

„Anfangs haben wir viele Lieder gecovert, wie es wahrscheinlich jede Band in ihren Anfangstagen macht. Nachdem wir das Covern über Bord geschmissen hatten, war uns klar, dass wir unser eigenes Ding durchziehen wollen. Das tun wir seither


auch.“ Die gleichsam eingängige wie zugängliche Anlage von „The First Encounter“ bietet vielfältige Identifikationsmöglichkeiten. Die härteren, treibenden Momente zeigen dabei, dass PROJECT:MIDNIGHT auch an Kontrasten gelegen ist: „Es freut uns natürlich, wenn sich Menschen mit uns identifizieren und mitsummen können, doch liegt darauf nicht unser größtes Augenmerk,“ erwidert Mirco. „Die Kontraste sorgen unserer Meinung nach für die nötige Abwechslung. Uns persönlich macht es auch sehr viel Spaß, bei den Breakdowns abzuschalten und einfach abzugehen.“ Nach dieser Äußerung dürfte klar sein, dass die Niedersachsen im Songwriting zu einem guten Teil ihrer Intuition folgen und nicht alles strikt planen: „Natürlich braucht man ein gesundes Mittelmaß,“ weiß der Gitarrist und Sänger. „Bislang haben wir viel mit Bauchgefühl gearbeitet und eher weniger geplant. Durch die Arbeit an unserem Debüt haben wir viel dazu gelernt und wissen nun, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um die nächste Platte noch geiler zu würzen.“

Hinsichtlich des eingefangenen Live-Aspekts müssen PROJECT:MIDNIGHT dabei kaum mehr nachlegen. Dieser ist schon auf dem Debüt ansehnlich: „Ganz klar, darauf haben wir großen Wert gelegt. Es ist uns einfach wichtig, live genauso abliefern zu können, wie auf unserem Album. Andererseits haben wir schon von einigen Leuten gehört, dass wir live noch besser sein sollen als auf „The First Encounter“.“ Inhaltlich setzt sich die niedersächsische Band u.a. mit der schnelllebigen Konsumgesellschaft auseinander; bietet musikalisch jedoch einen Gegenentwurf:

„Zu dem Thema des schnellen Konsumierens gibt es auf unserem Album den Song ,Maze Of Time‘. Er beschreibt die heutige Gesellschaft, wie wir sie erleben. Unsere Lieder sind allerdings nicht darauf ausgelegt, ein kurzer Appetithappen zu sein. Sie sind etwas zum Genießen. Eine gute Platte muss abwechslungsreich sein und darf Hörer nicht langweilen. So etwas zu erschaffen, ist uns mit „ The First Encounter“ gelungen.“ Hier schließt sich der Kreis zur Breite der verwendeten Einflüsse und Stile, die von den Musikern bewusst offen zusammen geführt werden: „Das hat aber nichts mit wollen oder können zu tun,“ stellt der Frontmann klar. „Das liegt einzig und allein an der kreativen Komponente. Wir machen das, was wir für richtig und gut befinden, ohne dabei auf irgendwelche Richtlinien zu achten. Der Vorteil davon ist es, dass für jeden etwas auf dem Album dabei ist, das ihm gefällt.“

 
 Links:
  projectmidnight.de
 
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