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Sylar

Storie von: arne, am 12.01.2019 ]

New York ist ein kreativer Schmelztiegel, in dem unterschiedliche Kulturen und Einflüsse aufeinander treffen. Das beständige Kommen und Gehen der Bewohner, aber auch die bloße Größe und das Übermaß an Eindrücken spiegeln sich auch in der Kunst wider. SYLAR aus Queens treten mit einem spannenden Crossover an, der auf dem Drittwerk „Seasons“ als kunterbunter Sound-Clash inszeniert ist.

 
„Es fühlt sich immer gut an, ein neues Album abzuschließen, denn mir scheint es dann immer so, als erklimme ich das nächsthöhere Level“, freut sich Frontmann Jayden. „Ich liebe es und bin positiv gestimmt, weil die Leute unseren Sound gut aufnehmen. Dieses Album repräsentiert uns und unsere Absichten auf perfekte Art und Weise. Wenn ich die Leute sagen höre, dass unsere Musik anders ist, sie sie aber dennoch mögen, fühlt sich das richtig gut an. Zumal wir als SYLAR erkennbar bleiben, was mir wichtig ist.“ Zwischen NuRock und NuMetal über MetalCore und Post-Hardcore reicht das gebotene Spektrum bis hin zu Rap-Core. Das Quintett nimmt sich alle Freiheiten und folgt seinen breit gestreuten Interessen: „Für mich kommt alles auf das Folgende zurück“, äußert der Sänger. „Kunst ist immer das Produkt ihrer Umgebung und Entstehungszeit. Ich persönlich habe erst Hip Hop gehört und bin mit ihm aufgewachsen, bevor Rock und Metal in mein Leben getreten sind. Deshalb gibt es in unserer Musik nach wie vor viele Hip Hop-Vibes. Für mich ist es einfach naheliegend und logisch, Inspiration aus den Genres, die ich liebe, zu nutzen und miteinander zu kombinieren. Wir verwandeln sie in das, was wir sind: SYLAR.“

An Selbstbewusstsein mangelt es den Musikern nicht: „Als ich diese Band gründete, hatte ich die Absicht, nach den Sternen zu greifen“, so Jayden. „Daran hat sich nichts geändert. Auch daran nicht, dass ich diese Musik liebe und es genieße, unterwegs zu sein. Die 30 bis 45 Minuten, die wir abends auf der Bühne stehen, sind für mich die Belohnung dafür, Teil dieser Band zu sein – und natürlich auch eine tolle Bestätigung.“ Die Crossover-Sounds der Gruppe animieren und bieten einen enormen Unterhaltungswert, den die New Yorker bewusst erweitern: „Bei der Arbeit an diesem Album stand für uns im Vordergrund, stilistische Barrieren weiter zu durchbrechen und noch mutiger zu experimentieren. Wir tun das, ohne Angst davor zu haben, was die Leute später denken werden. Für mich ist es das Größte, wenn Künstler wirklich vorbehaltlos kreativ sind. Wir können nur hoffen, dass alte und neue Fans so etwas über uns denken und es „Seasons“ zusprechen.“

Selbst die Tour-Strapazen und damit einhergehende Limitierungen halten SYLAR auf ihrem Weg nicht auf: „Es war schwierig in dem Sinne, als dass wir während des Arbeitsprozesses so beschäftigt waren“, gibt der Frontmann zu. „Im Nachgang der Veröffentlichung von „Help!“ sind wir viel getourt. Das neue Album mussten wir in Etappen zwischen den Touren schreiben und


aufnehmen. Abgesehen davon verlief der Prozess reibungslos, denn wir wussten genau, wie wir dieses Projekt angehen und umsetzen wollten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass andere Künstler zu sehr versuchen, anders zu sein. Das muss dann schief gehen. Wir hingegen erzwingen nichts. Auf „Seasons“ haben wir verschiedene neue Elemente hinzugefügt, doch wir bleiben uns immer noch treu.“ Auf partielle Ähnlichkeiten zu Linkin Park angesprochen, geht Jayden nicht ein, sondern formuliert genereller: „Für mich steht es außer Frage, dass jeder Künstler von Musik inspiriert ist, die es vor ihm gegeben hat. Deshalb muss es auch so sein, dass man Hinweise auf andere Künstler und Stile in den Songs jeder Band entdeckt. Wie sollte es auch anders sein? Das schließt aber nicht aus, dass man als Künstler nicht auch heute noch zu einem originellen, eigenständigen Sound finden kann.“

Auf ihrem Drittwerk lassen SYLAR den Worten Taten folgen: „An „Seasons“ gefällt mir vor allem, dass jeder einzelne Song sein eigenes Element besitzt. Wir sind alle auf der gleichen Wellenlänge, was für unsere Gruppe von immenser Bedeutung ist. Wir haben dieselben Vorstellungen davon, wie sich die Band entwickeln soll und was wir erreichen wollen. Deshalb fällt es uns leicht, als Gruppe Entscheidungen zu treffen und uns weiter zu entwickeln. Zudem setzt sich SYLAR aus Musikern zusammen, die sich ernsthaft mit ihrer Musik beschäftigen und darauf aus sind, wirklich kreativ zu sein.“ Der Frontmann sieht die Basis dafür aber auch in der Aufgeschlossenheit, mit der er und seine Mitstreiter dem Leben an sich begegnen: „Ohne Übung geht es nicht, das ist klar. Doch ehrlich gesagt hat mir etwas anderes noch mehr dabei geholfen, als Künstler zu wachsen. Gegenüber allen Arten von Musik offen zu sein, ist von entscheidender Bedeutung. Als ich jünger war, hörte ich bestimmte Genres oder Bands nicht, weil ich dachte, sie seien nicht cool. Was für ein Quatsch! Jetzt, da ich älter bin, verstehe ich die Kraft und Schönheit der Musik in ihren unterschiedlichen Formen. Diese Erkenntnis hilft mir dabei, zu wachsen.“

Nicht nur musikalisch, auch textlich fallen die Musiker aus Queens positiv auf: „Mir ist es von jeher wichtig, über echte Emotionen und Gefühle zu schreiben und in meinen Texten reale Probleme aufzugreifen“, stellt Jayden klar. „Nachdem wir unsere erste Platte veröffentlich hatten und ich gesehen habe, wie viele Leute sich mit meinen Worten identifizieren, habe ich erst so richtig verstanden, wie wichtig die Texte sind.“

 
 Links:
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