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Static-x

Storie von: Zosse, am 24.10.2003 ]

Mit schöner Regelmäßigkeit knallen uns die Kalifornier alle zwei Jahre eine neue Packung vor die Lauschlappen. Nach dem Debut-Album „Wisconsin Death Trip“ aus 1999, welches die Szene erschütterte, folgte 2001 das brachiale „Machine“. Zwei Jahre später führen uns STATIC-X in die „Shadow Zone“. Oder aus ihr hinaus?

 
Fakt ist, das diese Band schon von Anfang an ihr eigenes Ding durchgezogen hat, was schon mit dem eigens für sie definierten Stil deutlich wird. „Evil Disco“. Tripp Eisen, Dreadlock-Träger und wohl größter Manowar-Fan unter der Sonne klingelte bei mir an, um Aufklärung zu leisten. Auf so ziemlich jedem Foto, was von STATIC-X kursiert, hat Tripp ein Shirt der Macho Heavy Metaller an. Eine gute Werbung für die Wimps und Posers-Hasser.

„Wie ich an die ganzen Shirts komme? Ich bekomme alles direkt und umsonst von der Band. Sie schätzen den Support, den ich ihnen gebe und ich bekomme Alben, DVD’s und alles weitere. Ich nervte die schon seit Jahren per e-mail, was für ein großer Fan ich dich bin. Ich stehe echt total auf diesen ganzen Fantasy-Touch. Irgendwann habe ich mal ihren Manager angerufen und gelöchert und seitdem schicken sie mir Zeug vorbei.“

folgte eine minutenlange Vergleichs-Abhandlung über Gitarrensolos von Ross The Boss und dem jetzigen Gitarristen von Manowar. Im Anschluß konnte ich noch einige gesungene Textpassagen und Lieblingszitate von „Conan, der Barbar“ mit Arnie genießen. Habe wirklich selten einen so quirligen und netten Interview-Partner erlebt. Die Vorliebe für die Musik von Manowar beruht laut Tripp allerdings nicht auf Gegenseitigkeit, aber so was habe ich mir schon gedacht, hihi. Hätte den Lederhosentragenden Harley-Fans auch keinen guten Geschmack zugetraut. Aind halt in der Steinzeit stehengeblieben. Lassen wir aber für einen Moment das Lästern und wenden uns dem allseits gefürchteten dritten Album einer jeden Band zu.

„Ich denke, ‚Shadow Zone‘, der Titeltrack zeigt genau auf, wo wir momentan stehen. Die Melodie steht einfach mehr im Vordergrund. Unser Produzent, Josh Abraham (Staind, Orgy), mit dem wir unbedingt zusammenarbeiten wollten, hat dazu einiges beigesteuert. Ihm ist es nämlich in erster Linie zu verdanken, daß Wayne jetzt mehr singt. Der Name „Shadow Zone“ soll unsere Wandlung demonstrieren. Es kann natürlich für viele Leute alles mögliche bedeuten. Den Titel haben wir uns eigentlich von einem Sample auf unserem letzten Album „Machine“ entliehen. Die „Shadow Zone“ liegt über der Erde, wenn der neue Tag anbricht. Für die letzten eineinhalb Jahre befanden wir uns in einer solchen „Shadow


Zone“.“

Neben der musikalischen Kurskorrektur in eine melodischere Richtung, ohne jedoch an Brutalität einzubüßen (eher im Gegenteil) hat sich auch personell wieder was getan. Gründungsmitglied Ken Jay ist kurz vor den Aufnahmen zum neuen Album ausgestiegen und hat den Schemel für Nick Oshiro freigemacht, der vor Monaten noch bei den Post-Grungern von Seether trommelte. Der ist auf dem neuen Album, was auch schon im Review angeschnitten wurde, zwar noch nicht zu hören, gehört aber ab jetzt fest zur Band. Die Studioarbeit leistete Josh Freese ab. Eine exzellente Wahl.

Tripp Eisen ist eigentlich ein recht eigenartiger Name für einen Ami. Es liegt die Frage nahe, ob im Stammbaum von Tripp Deutsche mit rumgewildert haben. „Meine Großmutter ist zur Hälfte Deutsche. Sie heißt aber nicht Eisen. Es ist lediglich ein Stage-Name, also ein Künstlername, den ich mir selbst gegeben habe. Ich finde, Eisen klingt einfach cool.“ Ich vermutete daher, daß Static, der Nachname von Sänger und Gitarrist Wayne auch nicht Wayne’s Eltern zierte, sondern von ihm ausgesucht wurde. „Wayne’s Nachname ist ...kowsi, hahaha (Zensur durch den Verfasser!)! Da klingt Static doch schon besser, oder?“

Ähm.., ja! Definitiv! Die erste Single vom neuen Album wird übrigens ‚The One‘ sein, leider wird damit aber kein Film-Konzept mehr verfolgt, wie noch bei ‚Cold‘, vom letzten Album.

„Es war großartig, solch ein Video zu machen, aber eigentlich stehe ich nicht so auf Vampir-Geschichten. Wir haben das Video in Hollywood gemacht, mit einem Riesenaufwand. Die ganzen Flugszenen wurden mit Kränen und Kabeln realisiert. Dazu gibt’s auch noch eine lustige Geschichte. Die Kabelmänner meinten, ich sollte mir keine Sorgen machen, so ein Kabel könnte ein Auto halten, als ich aber dran hing, hakte es aus und ich fiel voll auf meinen Arsch, haha. Das Video war auch unglaublich teuer. Momentan arbeiten wir mit einem Director an einem Konzept für das neue Video. Es wird wohl etwas konventioneller ausfallen, also mit viel Stage-Performance.“

Hoffen wir mal, daß wir die demnächst auch mal wieder in natura bekommen. STATIC-X sind nämlich mit das intensivste, was je deutsche Bühnen geentert hat. Und das liegt nicht nur an Waynes extravaganter 3-Wetter-Taft-Frisi.

 
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