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Sunn O)))

Storie von: arne, am 08.08.2004 ]

"The powers that be contracted the heaviest low end destructors SUNN 0))) to create the most subharmonic drone recording ever put to tape. A test impossible for most mortals. Prepare your sound system!"

 
Diesem, auf der SouthernLord Website formulierten, Anspruch folgend, legen Steve O' Malley (Khanate/Burning Witch) und Greg Anderson (Goatsnake/SouthernLord) mit "White 2" bereits ihren fünften Output vor:

"SUNN 0))) was formed in memory of the cult drone-riff founders Earth and honors the beautiful Ozma. The SUNN0))) mission is to create trance like soundscapes with the ultimate low end/bottom frequencies intended to massage the listeners intenstines into a act of defecation."

Heißt es in der Selbstdarstellung weiter. Auch auf "White 2" gibt es nur wenige Tracks, drei an der Zahl, von denen der kürzeste (Opener "Hell-O)))-ween") stolze 14 Minuten läuft und in seiner zähen Schwere kein Ende zu finden scheint. Zwischen Ambient, Doom und Sludge entwickelt das Duo seine eigenen, alles erschütternden Soundexperimente, die schlichtweg schizophren anmuten.

Gerade Track zwei, "bassAliens", klingt alles andere als gesund, scheint eher ein vertonter, langgezogener Drogentrip zu sein. Auch dieser ist zähflüssig, langsam und endlos scheinend. Den Abschluss leistet "Decay2 [Nihils' Maw]", der einzige Track mit Gesang, wenn man es denn so nennen will. Sunn O))) arbeiteten mit Attila Csihar von Mayhem, der auf noisiger Kollage einen Krishna-Psalm performt. Etwas kratziger gestaltet, ist auch dieses Stück zähflüssig, langsam und endlos scheinend, denn das hat Methode.

"White 2" gestaltet sich als extremes Soundexperiment und ist harter Tobak. Sunn O))) stellen erneut unter Beweis, dass man mit ganz spartanischen Mitteln zutiefst intensive und angsteinflößende Musik kreieren kann. Hier gibt's quasi "The Dark Side Of The


Doom" und psychisch labile Persönlichkeiten sollten unbedingt die Hände von dieser Scheibe lassen.

Im Gespräch mit Steve O' Malley interessierte mich zunächst, ob die Musiker sich selbst überhaupt als feste Band definieren und wie sie die gemeinsame Arbeit handeln:

„Was ist schon eine Band? Jeder legt da andere Kriterien an. Wir verstehen uns als losen Zusammenschluss verschiedener Musiker, die von Zeit zu Zeit zusammen kommen und Songs aufnehmen. Auch wenn wir nicht proben, waren wir in unseren sechs Jahren schon sehr produktiv, hatten einige Releases und gehen sogar von Zeit zu Zeit auf Tour.“

...

„Wir alle leben in verschiedenen Teilen der Staaten und sehen uns nicht so oft. Vielleicht ist das ein Vorteil. Ich selbst lebe in New York und Greg in Los Angeles. Andere Leute, mit denen wie gerne zusammen arbeiten leben in Portland und Seattle und gar in Europa. Die Koordination für Aufnahmen und Konzerte ist oftmals spannend, kann ich dir sagen.“

Die Stücke für “White 2“ entstanden dabei anders als sonst:

„Wir treffen uns meistens direkt im Studio und arbeiten dort an den Songs. Diesmal war es anders, denn der Großteil der Arrangements wurde auf Tour entwickelt und im Studio lediglich fertig gestellt und aufgenommen. Zwei der Songs waren da schon komplett fertig.“

Die eigentliche Arbeit gestaltet sich dabei intuitiv:

„Im Arbeitsprozess geht es allein um die Musik, die klar im Fokus steht. In den intensiven Momenten setzen wir ungemein viel Energie frei und folgen einfach dem natürlichen Fluss. Wir denken kaum nach, sondern tun das, was die Songs weiter füllt und intensiviert.“

 
 Links:
  Southern Lord
 
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