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Ion Dissonance

Storie von: arne, am 21.06.2007 ]

ION DISSONANCE machen auf ihrer dritten Scheibe „Minus The Herd” dort weiter, wo „Solace” endete: im schwergewichtigen, zerfahrenen Crazy-Chaos. Ähnlich den kanadischen Landsleuten von THE END oder DESPISED ICON zelebriert die heutige Abacus-/Century Media- und frühere Willowtip-Kapelle „Krach der allerfeinsten Sorte“.

 
Das Quintett aus Montreal ist überall und nirgends zugleich. ION DISSONANCE wildern in nahezu allen (Metal-)Spielarten und sind sogar für einen Post-Vorsatz gut, da sie keinen Deut auf Konventionen geben und völlig unberechenbar agieren. Obschon „Minus The Herd” nur selten offensiv Tempo geht, ist hier dennoch eine extrem schwere und bedrohliche Platte entstanden, die ohne Ende drückt:

„Kennen gelernt habe ich die Jungs 2004, als ich meinen Freund Steve bei DESPISED ICON auf einer Tour zusammen mit eben ION DISSONANCE vertrat. “ berichtet der neue Shouter Kevin McCaughey zu seinem Einstieg befragt: „Da beide Gruppen aus Montreal stammen und von jeher befreundet waren, kamen wir gut aus. In der Folge ging ich meinen eigenen Projekten nach, von denen aber keines wirklich erwähnenswert wäre. Im Juli 2006 kamen ION DISSONANCE dann zunächst mit der Bitte auf mich zu, für eine Tour einzuspringen. Nach einigen Proben fragten sie dann, ob ich nicht fest hinzustoßen wolle.“

Die neue musikalische Marschrichtung war indes schon vor dem Einstieg Kevins festgelegt: „Aus meiner Sicht war es für das Album irrelevant, wer letztlich am Mikro steht. Sowohl mit Gabriel als auch jetzt mit mir wäre das Ergebnis fast dasselbe gewesen. Der musikalische Rahmen ist schließlich derselbe, und auf den hat man als S


änger nahezu keinen Einfluss. Die Entscheidung, noch härter und gleichzeitig auch moshiger zu werden, war bereits gefallen, als ich hinzustieß. Nur vor diesem Hintergrund würde ich bezüglich „Minus The Herd“ von einem Neuanfang sprechen. Allenfalls das Image der Band wird sich ein wenig verändern, denn es ist stets eng an den aktuellen Shouter geknüpft.“

Musikalisch lassen sich ION DISSONACE durchaus treffend als Mischung aus crazy DILLINGER ESCAPE PLAN-Parts, US-Metalocre in den Moshparts und Breakdowns und MESHUGGAH-Polyrythmik beschreiben, auch wenn es der Kanadier differenzierter sieht:

„Es ist nicht abzustreiten, dass eine Menge Leute diese Vergleiche ziehen. Vordergründig betrachtet mag da auch etwas dran sein, doch so richtig wird es uns nicht gerecht. Zwar hatten sowohl „Breathing Is Irelevant“ als auch „Solace“ Gitarrenspiel, das förmlich nach dem DILLINGER ESCAPE PLAN schrie, und einzelne Drum-Parts erinnern durchaus an MESHUGGAH, aber wir versehen diese Einflüsse jeweils mit einem eigenen Anspruch und einem anderen Kontext, insofern hinkt der Vergleich ein bisschen. Ich denke, dass wir weder zu sehr nach der einen oder anderen Band klingen. ION DISSONANCE geht es primär darum, aggressiv, brutal und unerwartet aufzuspielen, und das gelingt uns meiner Ansicht nach vortrefflich.“

 
 Links:
  myspace.com/iondissonance
 
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