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High On Fire

Storie von: arne, am 10.10.2007 ]

Mit “Death Is This Communion” legen HIGH ON FIRE einen neuen Longplayer vor, der in vielerlei Hinsicht für einen Neustart steht. Abermals hat man die Position des Bassisten neu besetzt – Jeff Matz (ex-Zeke) tritt die Nachfolge von Joe Preston an. – und musikalisch schlägt diese Personalie voll durch: Mit derart viel Tempo und Arschtritt ist das Trio um Matt Pike (ex- Sleep) in der Vergangenheit noch nicht in Erscheinung getreten.

 
Als Fan reibt man sich verwundert die Augen und fragt sich, ob das tatsächlich HIGH ON FIRE sind, die da neben traditionellen Heavy-Doom-Passagen auch auf Explosivität und Motörhead-Rollen setzen. Kein anderes Werk des Trios zuvor hatte einen solch ausgeprägten Bang-Faktor, doch es passt fantastisch. In den Live-Support kann das Trio allerdings noch nicht gehen. Drummer Des Kensel bestätigt die Gerüchte um den angeschlagenen Gesundheitszustand der Musiker:

„In der letzten Zeit scheinen wir wirklich ein wenig vom Pech verlogt gewesen zu sein. Zunächst brach sich Matt sein Handgelenk. Dann zog sich Jeff eine Lebensmittelvergiftung zu und musste mehrere Bluttransfusionen erhalten. Und zu guter Letzt stauchte ich mir die Wirbelsäule. So langsam sind wir alle aber kuriert und halbwegs fit, so dass wir schon bald richtig durchstarten werden.“ Die vielen Fans der Band dürfte diese Nachricht freuen:

„In der Heavy-Community sind HIGH ON FIRE in der Tat ein gut etablierter Act, der sich in der Zeit seines Bestehens viele Freunde sowohl unter Kollegen als auch unter Hörern erarbeitet hat. Der Respekt, der uns entgegen gebracht wird, ehrt uns. Er ist für uns umso wichtiger, da wir das, was wir tun, leben und lieben. Wir schätzen viele Arten von Musik, doch es gibt nichts Besseres, als selbst harte Musik zu spielen und ordentlich auf die Felle zu hauen.“ Die selbst gesteckten Ziele haben sich dabei im Verlauf der Jahre nicht verändert:

„Zunächst möchten wir unseren Bandnamen so bekannt wie nur möglich machen. Fragst du mich, sollte uns jeder Metal-Hörer wenigstens einmal angetestet haben. Den Rest bewirken unsere Kracher, denen sich niemand entziehen kann. Wenn es uns darüber hinaus gelingen würde, den einen oder anderen für traditionellere Metal-Bands zu gewinnen, wäre das ein schöner Bonus.“ Die eigene Erfolgsdefinition betreffend zeigt


sich Kensel bodenständig: „Eine Band ist nicht nur dann erfolgreich, wenn man von ihr seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Mindestens ebenso wichtig – wenn nicht gar wichtiger – ist es, sich kreativ auszuleben, Spaß zu haben und die Wirkung dessen, was man schafft, zu sehen. Kommt man in eine andere Stadt und sieht dort Leute mit HIGH ON FIRE- Shirts herum laufen, ist das ein verdammt gutes Gefühl. Es zeigt dir, dass du den Leuten etwas bedeutest. Mehr kann man als Band nicht erreichen.“

Die deutlich Rock’n’Roll-lastigere Ausrichtung des neuen Albums “Death Is This Communion” ist für Kensel indes keine Überraschung: „Meiner Ansicht nach fallen HIGH ON FIRE schon immer in dieselbe Kategorie wie Motörhead. Jetzt hört man es eben auch deutlich. Musikalisch dürften wir jeden ansprechen, der lauten, geradlinigen Heavy-Rock’n’Roll mag. Ganz egal, ob es sich dabei um Punker, Rocker, Skate-Kids, Metaller oder auch Hipsters handelt.“ Denn die Album-Zutaten sind bestens erprobt und hinlänglich bekannt:

„In der heutigen Zeit kann kaum eine Band für sich in Anspruch nehmen, neu oder innovativ zu sein. Das muss man doch auch gar nicht sein. Ich habe kein Problem damit, zuzugeben, dass wir traditionell orientierten Heavy-Rock spielen. Was wir versuchen, ist es, den bekannten Zutaten einen für HIGH ON FIRE eigenen Flair zu verpassen und somit eine eigene Note einfließen zu lassen. Bei der Arbeit an “Death Is This Communion” haben wir vor allem drauf geachtet, dass der Soundfluss stimmt und sich das Album fast von selbst entwickelt. Alle Parts greifen wie von selbst ineinander und es gibt keine störenden bzw. “falschen” Momente, die nicht in den jeweiligen Song passen. Unser Ziel ist es gewesen, die Hörer auf eine Achterbahnfahrt mitzunehmen und genau in den Momenten zu explodieren, in denen sie dachten, sie könnten sich entspannen.“

 
 Links:
  highonfire.net
 
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